Test Ultrasone Pyco – In-Ear-Kopfhörer für den mobilen Einsatz

Test Ultrasone Pyco – In-Ear-Kopfhörer für den mobilen Einsatz

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Ultrasone hat in der Vergangenheit bereits mit audiophilen High-End-Produkten wie dem über 1.000 teuren Edition 8 klanglich überzeugt. Der Bügelkopfhörer ist bevorzugt für den Einsatz zuhause vorgesehen, was Ultrasone nicht daran gehindert haben sollte, mit einer In-Ear-Lösung den von dem bayrischen Hersteller bekannten Standard auch auf die Straße zu bringen. Ob der Ultrasone Pyco für den bevorzugten Einsatz im mobilen Bereich an die von Ultrasone gewohnt guten audiophilen Eigenschaften anknüpfen kann, zeigt der folgende Test.

Testbericht

Geliefert wird der Ultrasone Pyco in einer solide wirkenden schwarzen Hartschalen-Box, welche von einer metallenen Platte mit dem Logo des Herstellers geziert wird. Der Pyco ist mit satin-schwarz, satin-weiß und einem goldtonähnlichen Orange in insgesamt drei Farben lieferbar, wobei sämtliche Varianten technisch identisch sind. Bei der weißen Ausführung darf sich zumindest der geneigte Apple-User wie zuhause fühlen, sind doch auch Kabel, die Fernsteuerung im Kabel sowie der um 90 Grad abgewinkelte Anschlussstecker vollständig in weiß gehalten. Der kleine Pyco macht dabei seinem Namen alle Ehre, die Treibergehäuse allein sind im Durchmesser deutlich kleiner als die aufgesteckten Ohrstöpsel. Der Ultrasone Pyco bringt dann auch nur 6 Gramm Gewicht (ohne Kabel) auf die Waage und dürfte damit einer der leichtesten In-Ear-Kopfhörer überhaupt auf dem Markt sein.

Ultrasone Pyco (Bild: Ultrasone)

Ultrasone Pyco (Bild: Ultrasone)

Das 1,2 Meter lange Anschlusskabel beinhaltet eine Fernsteuerung mit den üblichen Bedienelementen für lauter, leiser und Titelsprung vorwärts und rückwärts sowie die Pausenfunktion. Android-User dürfen sich zusätzlich freuen, haben sie doch die Möglichkeit, mittels einer speziellen App die Tasten der Fernsteuerung im Kabel mit benutzerspezifischen Funktionen zu belegen. Dass für die Konfiguration der Einstellmöglichkeiten keine App für iOS (sprich: Apple-Nutzer) verfügbar ist, soll der positiven Bewertung der Fernsteuerungs-Einstellmöglichkeiten für Android-User keinen Abbruch tun. Die App ist eher als nette, wenngleich keinesfalls unverzichtbare Dreingabe für User von Samsung und Co. zu verstehen.

Der Kleine kommt groß raus

Mit 6,5 mm fallen die Schallwandler im Ultrasone Pyco etwas kleiner aus als bei seinen In-Ear-Artgenossen, die 9 mm als Standardgröße für die Treiber vorweisen können. Doch das tut dem audiophilen Erlebnis mit dem Ultrasone Pyco keinen Abbruch. Der kleine In-Ear bietet hohe akustische Auflösung, auch bei komplexeren und schwierigen Passagen wie Klaviersoli spielt der Pyco präzise auf und sorgt damit bei vielen Benutzern für Begeisterung, selbst die Anschlaggeräusche der Hämmerchen im Klavier sind zu hören. Der Ultrasone Pyco verzichtet auf eine Kabelverstärkung in Form eines angeformten Griffstückes, das Kabel kommt direkt aus den Treibergehäusen, was die Handhabung zur Platzierung im Ohr, auch aufgrund der Kleinheit des Pyco, etwas gewöhnungsbedürftig macht. Dabei ist gerade der richtige Sitz im Gehörgang von besonderer Bedeutung. Mitunter ist seitens der Benutzer dann auch Kritik an einem zu „dünnen“ Klang des Pyco aufgrund von zu schwach ausgeprägten Mitten zu vernehmen. Dies mag aber eher an einer fehlerhaften Handhabung liegen, denn gerade bei In-Ears wie dem Pyco ist es wichtig, dass die Ohrstöpsel wirklich präzise im Gehörgang sitzen.

Passt, sitzt, hat Luft und wackelt nicht

Ein Adapter für die Steckerbelegung von Android-Smartphones sowie ein Adapter für den Betrieb des Ultrasone Pyco im Flugzeug sind im Lieferumfang enthalten. Ebenso liegen dem Pyco neben den insgesamt 5 Paar Silikon-Ohrstöpseln zur Anpassung an verschiedene Ohrmuschel-Größen und Formen die atmungsaktiven und angenehm zu tragenden ComplyFoam-Schaumstoffstücke als alternative Ohradapter bei. Diese werden ähnlich wie die bekannten Schaumstoff-Stücke, die als Gehörschutz verwendet werden, zusammengedrückt und dann im Ohr platziert. Dort dehnen sie sich nach kurzer Zeit wieder aus und passen sich der individuellen Gehörgang-Form des Benutzers an. Das hat nicht nur den Vorteil eines festen Sitzes und der weitgehenden akustischen Isolierung des Gehörganges, sondern auch den positiven Nebeneffekt, dass der erzielbare Tragekomfort mit den Schaumstoffstücken deutlich höher ausfällt als bei Verwendung der standardmäßigen Silikon-Ohrstöpsel. Einmal drin im Ohr, sitzen die Schaumstoff-Ohradapter fest und gleichzeitig bequem, ohne dass jemals das Gefühl aufkommen könnte, dass sie unbeabsichtigt wieder aus dem Ohr herausrutschen.

Pro und Contra

+ Hochauflösende akustische Darbietung
+ Ausgewogener Klang mit guter Räumlichkeit
+ Schaumstoff-Ohrstöpsel, hoher Tragekomfort auch über längere Zeit

– Handhabung beim Einsetzen durch die Kleinheit der Gehäusetreiber mitunter erschwert

Fazit

Leichtfüßig, neutral und zurückhaltend klingt der Pyco, ohne sich jemals in den Vordergrund zu spielen oder gar aufdringlich zu werden. Das hat er auch gar nicht nötig, denn er überzeugt bereits vollends durch seine akustischen Werte. Gelobt werden dürfen zudem die hervorragende Verarbeitung und der gute Tragekomfort, insbesondere mit den Ohrstöpseln in der Schaumstoff-Variante. Bei einem Preis von ca. 170 EUR ist der für den mobilen Einsatz vorgesehene Ultrasone Pyco durchaus eine Empfehlung wert.

Der Ultrasone Pyco ist online zu folgenden Konditionen erhältlich:

Preis: EUR 134,92
(12 Kundenrezensionen)
3 neu ab EUR 134,92 und 0 gebraucht
 

Verfügbare Online-Testberichte

de10.10.2013 Area DVD
de15.11.2014 Computerbild
de15.01.2016 11 Kundenrezensionen bei Amazon

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