Test ASUS Zenwatch – bester Tragekomfort und tolle Optik

Test ASUS Zenwatch – bester Tragekomfort und tolle Optik

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Die ASUS Zenwatch ist das Erstlingswerk von ASUS im Bereich der Smartwatches. Die schlaue Uhr ist mit dem speziell angepassten Betriebssystem Android Wear ausgestattet, wird über Bluetooth mit dem Android-Smartphone verbunden und besitzt einen eingebauten Pulssensor, der die Uhr auch für Sportler interessant macht. Es bleibt spannend, ob ASUS mit seiner ersten Smartwatch trotz einiger Defizite direkt einen Volltreffer gelandet hat.

Testbericht

Wenn man die ASUS Zenwatch zum ersten Mal in die Hand nimmt, fällt natürlich sofort das Äußere der Smartwatch ins Auge. Im Gegensatz zu vielen anderen Uhren mit Android Wear, besitzt die Zenwatch ein eckiges Gehäuse. Damit ähnelt die ASUS Zenwatch nicht einer klassischen Uhr, was nicht allen Nutzern gefällt, aber bei vielen Anwendern dennoch für positive Reaktionen sorgt. Das liegt vor allem an der edlen Optik, die durch den aus Stahl gefertigten Rahmen entsteht. Das Gehäuse ist zudem abgerundet und leicht gewölbt, was nicht nur dem Design zugutekommt, sondern auch den Tragekomfort verbessert. Als Hingucker wird in vielen Tests ein rotgoldener Einsatz an der Seite der ASUS Zenwatch bezeichnet, der zusätzlich zur edlen Optik der Uhr beiträgt. Das mitgelieferte Lederarmband der Zenwatch besitzt einen klickbaren Verschluss und ließ sich in Tests problemlos an jede gewünschte Größe anpassen. Gelobt wird die Tatsache, dass ein normales 22 mm-Armband zum Einsatz kommt, das bei Bedarf gegen jedes handelsübliche Armband ausgetauscht werden kann. Bei der Verarbeitung der Smartwatch selbst und des Lederarmbandes haben Tester und Nutzer nichts zu bemängeln.

ASUS Zenwatch (Bild: ASUS)

ASUS ZenWatch (Bild: ASUS)

Display überzeugt nicht auf ganzer Linie

Die ASUS Zenwatch ist mit einem 1,63 Zoll großen Display ausgestattet, das mit 320 x 320 Pixeln auflöst und dementsprechend eine Pixeldichte von 278 ppi bietet. Die Auflösung ist für die Aufgaben einer Smartwatch ausreichend, in Tests konnte aber festgestellt werden, dass vor allem bei kleinen Schriften deutlich einzelne Pixel zu erkennen sind. Kontrast und Farbtreue konnten dagegen überzeugen. Anders sieht das beim großen schwarzen Rand aus, der um das Display erkennbar ist und den Gesamteindruck trübt. Einige Nutzer wünschen sich zudem einen Helligkeitssensor, der die Displayhelligkeit automatisch an die Lichtverhältnisse anpasst. Mit Hilfe einer manuellen Helligkeitsregelung lässt sich das Display aber trotzdem auch bei direkter Lichteinstrahlung gut ablesen.

Hardwareausstattung sorgt für eine flüssige Bedienung

Im Inneren der ASUS Zenwatch verrichtet der Snapdragon 400-Chip im Zusammenspiel mit 512 Megabyte RAM seinen Dienst. Eine Kombination, die in vielen Smartwatches zum Einsatz kommt. Die Hardware macht ihre Arbeit so gut, dass in der Praxis kein Ruckeln oder unnötige Verzögerungen festgestellt werden können. Geht es um das Thema Konnektivität, macht sich bei einigen Nutzern Ernüchterung breit. ASUS verzichtet bei der Zenwatch nicht nur auf den Umgebungslichtsensor, auch Beschleunigungssensoren, ein Barometer, NFC oder WLAN sucht man vergebens. Vor allem die WLAN-Unterstützung, die mit einer aktuellen Android Wear-Version mehr Unabhängigkeit vom Smartphone ermöglicht, wird von Anwendern vermisst. Die ASUS Zenwatch ist allerdings mit einem Gyroskop, einem Schrittzähler und einem Pulsmesser ausgestattet, von denen vor allem Sportler profitieren. In Tests gaben sich die Sensoren keine Blöße und funktionierten zuverlässig. Der interne Speicher der Uhr hat eine Kapazität von vier Gigabyte und dient zum Speichern von Musik oder anderen Inhalten, die dann auch ohne Verbindung zum Smartphone genutzt werden können.

 Akkulaufzeit nur durchschnittlich

Das leidige Thema Akkulaufzeit betrifft auch die ASUS Zenwatch. Im flachen Gehäuse der Uhr ist nur ein 369 mAh starker Akku verbaut und das macht sich in der Praxis bemerkbar. Gemessen werden konnten Akkulaufzeiten von 20 bis 25 Stunden. Bei normaler Nutzung muss die Zenwatch deshalb täglich aufgeladen werden. Mit einigen Optimierungen, unter anderem dem Deaktivieren des „Always On“-Bildschirms, können knapp 30 Stunden erreicht werden. Das Aufladen funktioniert mit der mitgelieferten Ladeschale dafür ziemlich schnell. Nach rund zwei Stunden ist der Akku der Smartwatch voll aufgeladen.

Pro und Contra

+ edle Optik
+ gute Verarbeitung
+ Armband einfach austauschbar
+ flüssige Performance

– deutlich sichtbare Pixel beim Display
– großer Rand um das Display
– kein WLAN oder NFC
– durchschnittliche Akkulaufzeit

Fazit

ASUS hat es geschafft, mit der Zenwatch eine Smartwatch auf den Markt zu bringen, die trotz des eckigen Gehäuses ein edles Design und eine gute Optik bietet. Die Smartwatch ist gut verarbeitet und das Armband lässt sich nahezu beliebig an den eigenen Geschmack anpassen. Der Gesamteindruck der schlauen Uhr wird allerdings durch die durchschnittliche Akkulaufzeit und die fehlende WLAN-Unterstützung getrübt.

Die ASUS Zenwatch ist zu folgenden Konditionen erhältlich:

Preis: Kein Preis verfügbar
(75 Kundenrezensionen)
0 neu und 0 gebraucht
 

 

Verfügbare Online-Testberichte

de17.12.2014 Areamobile
de25.12.2014 Giga
de31.12.2014 Computerbild
de02.01.2015 Spiegel Online
de17.01.2015 Caschys Blog
de10.02.2015 Netzwelt
de16.02.2015 Curved
de19.03.2015 Gizmodo
de17.06.2015 35 Kundenrezensionen bei Amazon

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Bewertungskriterien
Design - 85 %
Akku-Laufzeit - 75 %
Funktionsumfang - 75 %
Schnittstellen - 70 %
Display - 70 %
Tragekomfort - 90 %
Preis-Leistungs-Verhältnis - 80 %
Tobias Bremer
Redakteur (redaktion@techresearch.de) Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

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