Test Acer Predator Z35 – Gaming-Monitor mit bis zu 200 Hz

Test Acer Predator Z35 – Gaming-Monitor mit bis zu 200 Hz

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Der Acer Predator Z35 soll sich laut Hersteller auf eine Bildwiederholungsrate von 200 Hz übertakten lassen, aber auch schon die standardmäßig vorhandenen 144 Hz dürften vor allem Gamer ansprechen. Er besitzt außerdem ein modernes gebogenes Display, welches auf ein VA-Panel setzt. Dieses hat einen höheren Kontrast, war früher aber als nicht Gaming-geeignet verschrien. Acer scheint dem Panel jedoch Feuer unter dem Hintern gemacht zu haben, bietet den Monitor explizit für Gamer an und stattet das Gerät außerdem mit G-SYNC sowie einer Motion-Blur-Reduction aus.

Test-Research Acer Predator Z35

Der gebogene Bildschirm wurde auf einen modernen Standfuß gesetzt, der mit den roten Elementen auch optische Highlights bietet. Im hinteren Teil wurden ebenfalls rote Elemente und recht auffällig das Logo der Serie platziert. Zum Einsatz kommt hauptsächlich Plastik, welches aber einen guten Eindruck hinterließ. Das Gerät lässt sich außerdem um 13 Zentimeter in der Höhe verstellen, und auch die Neigung ist anpassbar. Einen Pivotmodus bietet der Monitor dagegen nicht an.

Acer Predator Z35 (Bild: Acer)

Acer Predator Z35 (Bild: Acer)

Die Bedienung des OSDs erfolgt über fünf mechanische Tasten auf der Unterseite des Frontrahmens. Diese sind von vorne nicht beschriftet, es wird bei einem Druck auf eine Taste aber eine Beschriftung über die Software eingeblendet. Vier der Tasten bieten auch Schnellauswahlmöglichkeiten an. Der Druckpunkt der Tasten war angenehm, so dass ein Navigieren durch das umfangreiche OSD bequem von der Hand ging.

Hohe Helligkeit und sehr hoher Kontrast

Verbaut wurde im Acer Predator Z35 ein 35-Zoll-VA-Panel, welches mit 2560 x 1080 Pixeln auflöst sowie eine Helligkeit von 300 cd/m² und einen Kontrast von 2000:1 besitzen soll. Beide Werte konnten in den meistens Tests deutlich überschritten werden. Das Panel deckt den sRGB-Farbraum zudem zu 100 Prozent ab und ist nach einer Kalibrierung auch für die Bildbearbeitung geeignet. Beachtet werden sollte aber die Auswirkung des Blickwinkels, der einen Abfall des Kontrastes verursacht und bei dem großen gebogenen Bildschirm teilweise auch schon bei frontaler Sicht erkennbar wird. Die Gleichmäßigkeit des Panels ist ebenfalls nur durchschnittlich.

Bildwiederholungsrate von 200 Hz mit Schwächen

Der Acer Predator Z35 besitzt standardmäßig eine Bildwiederholungsrate von 144 Hz, die bequem über das OSD auf 160, 180 oder 200 Hz angehoben werden kann. Möglich soll dies mit so gut wie jedem System und jeder Grafikkarte sein, eine teure High-End-Grafikkarte ist also nicht notwendig. Das Übertakten funktionierte dabei gut, so dass keine Bildfehler ausmachbar waren, wirkliche Vorteile waren aber auch nicht erkennbar. Die Overdrive-Funktion greift dagegen stärker in das System ein, so dass auf höchster Stufe starke Überschwinger beobachtbar waren. Selbst in dieser Region lag die Reaktionszeit zwar in einem guten, aber nicht sehr guten Bereich, so dass Geräte mit TN-Panel für absolute Hardcore-Gamer weiterhin die erste Wahl bleiben dürften. G-SYNC funktionierte bei dem Gerät problemlos, allerdings nur bis 144 Hz, und auch die Blur-Reduction brachte die erwünschte Bildverbesserung. Beide Features ließen sich wie üblich aber nicht parallel verwenden.

Schicke Unterbodenbeleuchtung als Gimmick

Als weitere Extras bietet der Acer Predator Z35 vier USB-3.0-Anschlüsse an, die sich aber leider alle nur auf der Rückseite des Gerätes befinden und daher nur schwer für USB Sticks und Co. nutzbar sind, die täglich wieder entfernt werden sollen. Vorhanden sind außerdem zwei 9-Watt-Lautsprecher, die für Videoclips und MP3s durchaus brauchbar sind. Gamer werden aber wahrscheinlich eher zu guten Kopfhörern und Filmeliebhaber zu externen Geräten greifen. Erfreulich ist auch der Verzicht auf eine PWM-Steuerung.

Als optisches Highlight bietet der Monitor eine Art Unterbodenbeleuchtung an, die den Bereich unter dem Gerät in unterschiedlichen Farben ausleuchten kann. Auch wenn dies mehr eine Spielerei ist, passt dies gut zur Gaming-Ausrichtung des Modells.

Pro und Contra

+ Ergonomie des Standfußes
+ Übertaktung auf 200 Hz
+ Hohe Helligkeit und sehr hoher Kontrast
+ G-SYNC und Blur-Reduction
+ sRGB-Farbraumabdeckung von 100 Prozent

– Schnelle Reaktionszeit, aber Überschwinger bei starkem Overdrive
– Helligkeitsverteilung und Ausleuchtung mit Schwächen

Fazit

Wie üblich besitzt das VA-Panel des Acer Predator Z35 einen hohen Kontrast, der für diese Panel-Art typisch ist. Die Reaktionszeit des Panels ist für einen Gaming-Monitor zwar gut, allerdings konnten keine sehr guten Werte erreicht werden. Bei starkem Overdrive waren außerdem Überschwinger zu beobachten. G-SYNC und die Blur-Reduction verrichteten ihren Job dagegen zufriedenstellend. Die Übertaktung auf 200 Hz ist zudem ein interessantes Feature, welches in der Praxis aber kaum Vorteile mit sich brachte.

Erfreulich sind dagegen die Ergonomie des Standfußes, der Verzicht auf die PWM-Steuerung und eine sRGB-Farbraumabdeckung von 100 Prozent, die auch einen Einsatz außerhalb des Gaming-Bereiches ermöglicht. Anwender, die ein VA-Panel möchten und trotzdem häufiger spielen, werden kaum ein Gerät mit ähnlich guten Gaming-Eigenschaften finden. An die sehr schnellen Reaktionszeiten und kurzen Latenzen von Geräten mit TN-Panel reicht der Monitor aber nicht heran.

Der Acer Predator Z35 ist online zu folgenden Konditionen erhältlich:

Preis: EUR 935,00
(42 Kundenrezensionen)
23 neu ab EUR 935,00 und 18 gebraucht ab EUR 626,34
 

 

Verfügbare Online-Testberichte

de08.01.2016 TFT Central
de30.01.2016 PC Monitors
de14.02.2016 Gameswelt
de15.02.2016 KitGuru
de28.02.2016 Tom’s Hardware
de06.03.2016 8 Kundenrezensionen bei Amazon

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Bewertungskriterien
Ergonomie - 90 %
Energieverbrauch - 85 %
Bildqualität - 90 %
Blickwinkel - 85 %
Grafik - 85 %
Gaming - 90 %
Video - 90 %
Preis-Leistungs-Verhältnis - 75 %
Till Hinken
Autor (till@techreserach.de) Wer einen Fehler gemacht hat und nicht korrigiert, begeht einen zweiten. (Konfuzius)

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